Maffay-Hits sorgen für Gänsehautmomente im "Kulturbahnhof" in Weiden

Die Maffay-Tribute-Band "PETER" begeistert mit Klassikern aus fünf Jahrzehnten. Der "Kulturbahnhof Parapluie" platzt am Freitagabend aus allen Nähten.

von Helmut Kunz

Auch wenn er nicht der Echte war, er wirkte aber so. Der "Kulturbahnhof Parapluie" platzte am Freitagabend nämlich wieder einmal aus allen Nähten. Der Grund: Peter Maffays Musik stand auf dem Programm. Und die Tribute-Band "PETER" lieferte einen Konzertabend, der Erinnerungen weckte, für Gänsehautmomente sorgte und den unverwechselbaren Sound des Deutschrockers aufleben ließ. Zeitweise hörte sich das tatsächlich an wie der echte Maffay.

Dass die fünf Musiker aus der Oberpfalz ihr Handwerk verstehen, haben sie längst auch auf größeren Bühnen bewiesen. Beim Oberpfalzfestival in Tännesberg standen sie bereits als Vorgruppe der Spider Murphy Gang auf der Bühne. Und keine Woche später begeisterten sie im Pavillon des Max-Reger-Parks bei den Weidener Sommerserenaden. Nun also der Auftritt im "Kulturbahnhof" vor einem Publikum, das sich die Klassiker aus mehr als 50 Jahren Maffay-Geschichte nicht entgehen lassen wollte.

Ossi Mark und seine Maffay-Tribute-Band spielte im "Kulturbahnhof".
Bild: Helmut Kunz

Der Sound stimmte: kraftvoll, druckvoll und zugleich mit dem nötigen Gespür für die gefühlvollen Momente. Ob "Über sieben Brücken musst du geh’n", "Eiszeit", "Sonne in der Nacht" oder "Es war Sommer". Die bekannten Songs entfalteten ihre ganze Wirkung. Gerade die markante Stimme und die Bühnenpräsenz von Frontmann Ossi Mark ließen den Eindruck entstehen, dem Original erstaunlich nahe zu sein. Mark, der auch als Gründer der Kultband "Pop nach 8" bekannt ist, interpretierte die Lieder mit Leidenschaft und vor allem Respekt vor dem musikalischen Vorbild.

Für den passenden musikalischen Rahmen sorgten Gitarrist Klaus Götze, Mike Weiß am Schlagzeug und Gesang, Wolfi Kunz an den Keyboards und mit Gesang sowie Klaus Kiefer am Bass und mit Gesang. Gemeinsam gelang es ihnen, den bekannten Liedern neues Leben einzuhauchen, ohne ihren Charakter zu verlieren.

Während auf der Bühne die großen Hits erklangen, hatte Bernd Mende an der Bar alle Hände voll zu tun. Bei dem Andrang galt es, die zahlreichen Gäste mit Getränken zu versorgen. Auch das Konzept, die Konzerte auf Hutspende-Basis zu veranstalten, hat sich längst bewährt: Das Publikum bekommt Live-Musik ohne festen Eintrittspreis und kann selbst entscheiden, was ihm der Abend wert ist. Der volle "Kulturbahnhof" zeigte jedenfalls eindrucksvoll, dass dieses Konzept aufgeht. Und dieser besagte "PETER" auf dem Bühnenhocker bewies einmal mehr: Gute Tribute-Musik braucht nicht viel mehr als Können, Leidenschaft und Songs, die Generationen verbinden.